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Kopfsalat

Was du heute kannst besorgen …

 

Morgens klingelt das Handy mit dem Weckruf, den wir irgendwann mal schön fanden, es geht in die Küche oder unter die Dusche begleitet von Musik oder Nachrichten. In der Bahn oder im Auto frönt man brav der Allgemeinbildung oder Zerstreuung via Radio/ Handy – Hauptsache Input und/ oder Uptodate sein. Kurz vor der Arbeit mischen sich die eigenen Gedanken ein:

 

Ich muss heute noch unbedingt …

 

Die Aufstellung fertigstellen, Einkaufen, Sport machen, meine Mutter anrufen, den Geburtstag organisieren, Wäsche waschen, das Sport-Equipment im Angebot kaufen, einen Kuchen backen, bei der Werkstatt einen Termin vereinbaren, meine Emails beantworten, ein Klassentreffen organisieren, meinen Terminkalender checken und den Termin beim Arzt verschieben, die Privatsphäre-Einstellungen auf dieser und jener Internetplattform prüfen, das Paket bei der Post abholen, dem Nachbarn die geliehene Festplatte zurückgeben und fix die Filme vorher runterladen, den Rasen sprengen … und … ach ja – beim Friedhof mal wieder …

 

Abends liegst du dann total k.o. im Bett, ein wenig aufgewühlt, weil morgen sicher anstrengend wird, da du ja heute nicht alles geschafft hast und dann morgens aufwachst mit: Aber heute muss ich unbedingt … Und manchmal schleicht sich vor dem Einschlafen noch so eine Stimme dazwischen, die dir sagt: „Naja, du musst auch unbedingt auf deine Ernährung achten, nachhaltig mit deiner Umwelt umgehen und mal was Gutes tun. Du wolltest dich doch um Tante Nora kümmern und auch sozial mehr engagieren…“ Der Bauch zwickt, die Füße sind kalt, die Beine kribbeln, der Rücken schmerzt und im Kopf brummen die Tages-Mantras des Müssens klingelnd und/ oder drückend munter daher …

 

Oh (h)eilige Nacht(ruhe)!

 

Musst du? Heute? Unbedingt?

 

Atmen. Essen. Schlafen. Nun ja, natürlich auch hin und wieder sich einiger Dinge entledigen – aber mehr braucht es nicht zum

L E B E N .

 

Alles andere „Muss“ brauchen wir nicht. Die Frage ist, was wollen wir?

 

Wenn aus dem „Ich muss“ ein „ich will“ wird, schläft es sich viel angenehmer und der Tag begegnet dir mit einem Lächeln. Dinge gehen dir leicht von der Hand, du lächelst und ziehst somit liebe Menschen an, die dir hier und da gern helfen, du fühlst dich wohl und schöpfst aus diesem Wohlgefühl Kraft für die Dinge, die dir wirklich wichtig sind. Und dann? Läuft es eben!

 

Sei dir deiner  S  E  L  B  S  T  B  E  W  U  S  S  T.

 

Weder du noch die Welt müssen sich ändern... Nur dein Blickwinkel - dein

 

S  E  L  B  S  T - B  E  W  U  S  S  T - S  E  I  N.